Ausführung 2009 / 2010
Der ehemals schön gestaltete Garten war über die Jahre hinweg doch ein wenig wilder geworden, als vermutet: die Gehölze waren plötzlich so breit, dass benachbarte Pflanzen unter dem Ausbreitungsdrang doch sehr litten; der Teich hatte zwar noch Wasser, doch konnte man ihn unter dem Buschwerk nur noch ansatzweise lokalisieren; die Waschbetonplatten wackelten beim Begehen erheblich und die früher so schön geschwungene Treppe aus Holzstufen war bei widrigen Witterungsverhältnissen Unfallschwerpunkt Nr. 1.
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Um dem Bauherrn visuell zu verdeutlichen, wie die neue Umgebung aussehen könnte, wurde ein Landschaftsarchitekt (freiwillig) hinzubemüht, um die Gedankengänge des Gärtners und eigene Kompositionen zeichnerisch darzustellen. Unter Berücksichtigung der Wünsche der Bauherrschaft wurde ein Entwurfsplan erstellt und vom Bauherrn für gut befunden. Besonders die räumliche Zuordnung war durch die skizzierte Perspektive sehr gut erkennbar.
(Quelle: Landschaftsarchitekt Andreas Graf)
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Kurz vor dem Winter ging es los (nicht die ideale Gärtnerzeit, aber der Mensch ist ja anpassungsfähig). Die ausgewachsenen Gehölze hatten ihren Zweck erfüllt und wanderten unter Aufsicht in Richtung Kompostierung. Dem Wunsch des Bauherrn, den Sitzplatz ohne Terrassierung auf einer grösseren Fläche nutzen zu können, wurde mit dem Versetzen von Winkelplatten aus Betonstein begegnet. Die gewonnene Fläche wurde mit Rundkies und Betonplatten im Format 50 x 50 cm bedeckt. Die Bepflanzung folgt noch, die Witterung liess es bisher nicht zu. Der Weg zum Sitzplatz wurde begradigt, der Höhenunterschied mit einer Treppe aufgefangen. Im unteren Teil des Gartens fand ein vorfabriziertes plastifiziertes Biotop sein Zuhause, schön mit Rundkies ausgekleidet. Die vorbei führenden Wege wurden ebenfalls mit Betonplatten gestaltet. Wenn der Lenz Einzug hält und die vorhumusierten Flächen mit den Pflanzvorschlägen des Landschaftsarchitekten vervollständigt sind, wird die Anlage recht hübsch aussehen.
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Der früher so trübsinnige Teich hat sich geklärt. Die ihn begleitenden Pflanzen haben nun alle Zeit der Welt, ihr neues Habitat zu erkunden und ihrem Ausbreitungsdrang zu erliegen. Das bronzene Etwas zur rechten stand schon früher dort in der Gegend, doch nun kann es auch zeigen, weshalb es seinerzeit angeschafft wurde. Hinten an den Winkelplatten versuchen 2 saftige Reben die sich im Sommer aufwärmende Betonfläche zu beherrschen. Oberhalb der Winkelplatten stehen Buchsbäume in Reih und Glied, dahinter wacht der Bauherr (das Bild endete tatsächlich so). Es folgt die grosszügige Terrasse, kübelweise von Pflanzen in Besitz genommen. Von der Terrasse gelangt man über die seitliche Treppe stolzen Schrittes in die untere Ebene des Gartens. Der steinreiche Sitzplatz lädt mit einer stählernen Holzbank zum Verweilen ein. Das zu erwartende Ausufern der Pflanzen endet jäh – sei es an den Plattenwegen oder an der eisenhaltigen Barriere vor den Kiesbelägen.
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